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26. Dezember 06

Ist Windows Vista das Ende von Microsoft?

In bester unternehmerischer Absicht, mit Vista den Zukunftsmarkt der HD-Medien zu monopolisieren, riskiert Microsoft die eigene Zukunft. Das erklärt der Security-Experte Peter Gutmann von der Universität von Auckland, Neuseeland. Und ausserdem, so begründet der anerkannte Kryptoforscher in einem langen Fachartikel, werden PCs dadurch teurer, unsicherer und setzen Menschenleben auf's Spiel.

Ich bin ja grundsätzlich dafür, Risiken einzugehen, wenn ein angemessener Erfolg winkt. Microsoft ist bekannt dafür, Risiken einzugehen: manchmal funktioniert der Plan (bewusste Wettbewerbsverstösse kosten relativ geringe Strafen), manchmal setzt der Redmonder Riese aber auch mal halbe oder ganze Milliarden in den Sand, für Mobilfunkbetriebssysteme, Werbung in Computerspielen oder Möchtegern-iPods.

Vista bringt für Unternehmen zunächst einmal garnichts. Sie werden es trotzdem kaufen, einfach weil Microsoft besser die Sprache der Anzüge und Krawatten spricht als die Konkurrenz. Für den Verbraucher öffnet sich eine bunte Multimediawelt, fast wie bei Apple. Und hier hat Peter Gutmann einen langen Blick unter die Motorhaube getan. Seine Zusammenfassung: die technische Spezifikation für Vista zum Schutz von Inhalten könnte die längste Selbstmord-Begründung der Geschichte darstellen.

Bei Vista geht es hauptsächlich um den "Schutz geistigen Eigentums". Die Sicherheitslücken sind nämlich (fast) dieselben wie schon bei Windows XP. Vista hat umfangreichste Sicherungen eingebaut, um hochaufgelöste Filme (und alles, was auf solchen Scheiben noch vorhanden ist) vor dem Besitzer des PCs zu schützen. Tatsächlich beschützt Vista die (angeblichen) Kronjuwelen Hollywoods besser als die Bankdaten des Computernutzers. Das bedeutet zum einen, dass erhebliche Sicherheitslücken geschaffen werden, weil das HD-Medium mehr Rechte am Betriebssystem hat als der Benutzer als Administrator. Ein "hochaufgelöster" Trojaner kann also konstruktionsbedingt nicht abgewehrt werden.

Das in der Vergangenheit gut entwickelte System der Hardwaretreiber wird abgelöst durch eine Autorisierung einzelner Hardware-Versionen: wenn eine neue Grafikkarte auf den Markt kommt, muss diese einzeln von... ja, von Hollywood und Microsoft autorisiert werden. Der jeweils neue Treiber wird von ATi, Nvidia, Intel unter Verwendung lizensierter Software entwickelt, was die Grafikkarte wieder teurer macht. Wenn ein älteres Modell einen Treibercrack bekommt, der HD-Filme auch ohne Kopierschutz abspielt, wird diese Grafikkarte via Downloadpatch abgeschaltet. Kauf dir eine neue, oder ein neues Mainboard, Piratensympathisant.

Sobald Vista die Anwesenheit von HD-Medien entdeckt, werden alle nicht-verschlüsselten Ausgänge in der Qualität reduziert. Liebe Mediziner: bitte in Zukunft nicht mehr beim Arbeiten Musik hören. Diese könnte vom Vertriebskonzern als "HD" gebrandmarkt sein und ich möchte keine carcinophilen Artefakte in meinen Röntgenbildern haben.

Warum macht Microsoft das? Warum begibt sich die mächtigste IT-Firma der Welt freiwillig in die Hände der unersättlichen Alptraumfabrik Hollywood? Tut sie gar nicht. Sie kocht ihre eigene Suppe, und die hat Gutmann auf ihre Zutaten (Komponenten) untersucht. Fazit des neuseeländischen Krypto-Chefkochs: es geht auch diesmal um das Monopolisieren eines Marktes. Lange bevor die Kartellbehörden überhaupt ahnen (oder verstehen) was da passiert, stellt Microsoft sicher, dass HD-Medien nur auf Vista laufen werden. Nicht auf Linux, und vielleicht ein bischen auf Macs.

Aber der Plan kann auch schiefgehen. Wenn Verbraucherschutzverbände wegen zunehmender Nachteile für den Konsumenten vor Gericht ziehen und die Behörden hellhörig werden. Dann sitzt Microsoft zwischen zwei Feuern. Das andere lodert aus den mit den Content-Konzernen geschlossenen Verträgen. Das Ende von Microsoft-as-we-know-it? Das wird auf jeden Fall extrem spannend. Fachlich Interessierte sollten sich auf jeden Fall der Originalartikel Gutmanns A Cost Analysis of Windows Vista Content Protection zu Gemüte führen. Alle anderen können ja wieder von mir abschreiben. Aber diesmal mit Quellenlink, bitte. Urheberrecht und so. Danke. ^^. [fe]

Dezember 26, 2006 in Betriebssystem-Wahnsinn | Permalink

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» Bootsektor: Ist Windows Vista das Ende von Microsoft? from AX-11
Hasta la vista, Baby! Wenn der Bootsektor, der die massgeblichen Kritikpunkte am Redmond-Hollywood-Pakt Vista recht scharf und weit weniger polemisch umreisst, als ich das vermöchte (und als Mickeysoft das IMHO verdienen), auch nur zur H... [Mehr erfahren]

verlinkt am 26.12.2006 20:44:20

» Windows Vista - ein langsamer Selbstmord? from
Bei Windows Vista steht der Schutz von HD-Filmen über den Rechten von Benutzern des PCs. Das Ziel ist ein Monopol für das Abspielen solcher Filme zu schaffen, allerdings könnte das Vorhaben auch in die Hose gehen. [Mehr erfahren]

verlinkt am 07.01.2007 09:03:18

» Vista und das Ende von MS from Subnetmask - JaBBs Web- & PhotoBlog
Ein sehr lesenswerter Artikel beim Bootsektorblog zum Thema Vista und was es wirklich kann. ... [Mehr erfahren]

verlinkt am 16.01.2007 18:41:58

» Microsoft in schwererSee from Zappis Welt
Hoch schlagen die Wellen über den Bug der MS Microsoft zusammen. Der Steuermann sucht seinen Schutz hinter vorgefertigten Pressemeldungen und gekauften Studien. Aber es nützt nichts, der Klabautermann in Gestalt der IT-Medien und OpenSource Freunde k... [Mehr erfahren]

verlinkt am 28.02.2007 23:53:32

Kommentare

Microsofts Versuche ein Monopolzu schaffen - wird wohl immer von Mißerfolg geprägt sein. Niemand auf dieser Welt kann ein Monopol lange aufrecht erhalten. Denn die Welt besteht aus mehr als 6 Mrd. Einzelpersonen und diese Menge kann niemand alleine kontrollieren.
Und dank des Internets werden Informationen, wie man ein Monopol umgehen kann - sehr schnell und kostengünstig verbreitet.
Vista wird zum Flop werden. Die Anzahl der Käufer wird weitaus größer sein, als die der Nutzer. Viele unbedarfte Anwender werden Vista zu ihrem PC dazukaufen oder als Update erwerben. Doch bald wird es durch eine dezentrale XP-Sicherungkopie eines Bekannten ersetzt werden. Die Vorteile - Vista hat keine gegenüber XP und Servicepack - sind nichts im Vergleich zu den Nachteilen.
Viele Anwender müssen sich für mehrere hundert Euro Software- und auch Hardwareupdates zulegen, damit ihr PC weiterhin funktioniert, wie sie es gewohnt sind.
Neueinsteiger betrifft dies zuerst nicht. Doch sobald diese ältere Hardware - oder Software einsetzen wollen wird es für sie ebenfalls problematisch und die PC-Freaks/Kenner in ihrem Bekanntenkreis, bei denen sich der Einsteiger Rat und Hilfe holt, werden zum Umstieg auf XP raten.
Und auch der Plan von Microsoft, dass es PC-System geben wird, die nur mit Vista laufen werden, weil es für die verbauten Bauteile keine anderen Treiber gibt und die Hardware auf den Einsatz von Vista besteht - wird wohl eher eine Idee bleiben.
Denn ich glaube nicht, dass es auch nur einen PC-Vertreiber geben wird, der um des Preisvorteils willen - auf diese Technologie einsteigen wird.

Ach ja das ganze nennt sich dann PC-EASY-TO-USE-SYSTEM.

Der PC wird von Microsoft lizensiert. Es werden spezielle Tools auf den PC installiert, damit werden dann völlig automatisch Updates, Servicepacks etc. installiert. Auch werden eine Reihe von Anwendungen kostenfrei zur Verfügung gestellt (sind im PC-Kaufpreis inbegriffen). Dazu gehört auch ein DSL-Anschluß und ein Servicepacket, E-Mail, SMS, Datensicherung, etc.!
Der Anwender muss z.B. kein Backup seiner selbst geschrieben Briefe mehr machen. Diese werden völlig automatisch und ohne Zutun des Anwenders auf einen Externen Server gespeichert. Das ganze geschieht mit allen - Daten, die der Anwender erstellt. Änderungen an einelnen Dateien werden natürlich ebenfalls automatisch gesichert.
Verliert der Anwender DAten, auf Grund eines Defektes, so werden diese beim ersten Start nach der Rep. sofort wieder aufgespielt. Der Anwender merkt davon nichts.
Die Idee ist extrem umfangreich und bietet auf den ersten Blick nur Vorteile.
Doch die Nachteile sind ebenfalls sehr schnell erkannt: Nur von Microsoft lizenzierte Hardware - darf verwendet werden. Und auch bei der Software ist der Anwender nicht mehr frei. So kann er zum Schreiben eines Briefes halt nur noch MS-Produkte verwenden. Alle anderen Produkte lassen sich aus "Sicherheitsgründen" nicht installieren.
Nur bei Spielen und Produkten, bei denen MS nichts anzubieten hat, gelten Ausnahmen.
Aber diese Produkte müssen dann von MS- als tauglich getestet worden sein.

Naja- sehen wir mal was aus Vista und MS wird?

Kommentiert von: Thomas Winkler | 26.12.2006 19:04:55

hmn wieso bietest du auf deiner website hilfe beim installieren von win95 an? sind das nicht bald 4 windowsgenerationen die danach kamen?
waere doch schoen wenn du deine pesoehnliche internetpraesenz mal updaten wuerdest, oder die seite aus dem netz nimmst - ich fuerchte mittlerweile verfehlt diese ihren zweck und stiftet bei neueinsteigern eher verwirrung anstatt ihnen bei ihren ersten schritten im bereich des personal computings unter die arme zu greifen.

ansonsten sind wir natuerlich gespannt was aus MS wird und ganz entscheidend,
was kommt nach windows 95?

Kommentiert von: | 26.12.2006 20:27:50

Vista? Das wird ein Flop. Ein Riesenspaß. Ha!
Und wenn alle fertig gelacht haben, macht sich bei MS vielleicht mal wer die Mühe nachzudenken, was der User wirklich braucht.
Der Niedergang von Imperien beginnt ja bekanntlich immer mit Größenwahnsinn...

Kommentiert von: Frau Merkwürden | 27.12.2006 09:43:47

Ich habe mir die Mühe gemacht, Gutmanns Artikel mit meinem doch recht lückenhaften Englisch zu lesen. Was da zutage kam, übertrifft alles, was im Vorfeld über Vista zu lesen war, ein wahres Gruselkabinett. Die streben ja die totale Hegemonie an. Man erwirbt weder an Soft- noch Hardware Eigentum nach BGB, das man nach Belieben nutzen kann, man bekommt alles nur noch zur Miete. Alle Rechte sind beim Vermieter, er bestimmt, welche Musik gespielt wird. Hard- und Softwarehersteller sind gleichermaßen an der Kandare von M$. Andere Betriebssysteme und Opensource-Software sollen so ganz offensichtlich systematisch auf lange Sicht ausgehungert werden. Hier hilft nur ein Totalboykott.

Kommentiert von: Hajo | 27.12.2006 16:51:10

Warum soll ich das aus dem Netz nehmen? Es gibt immer noch Besitzer von Windows 95.
Und ich habe die Seite damals erstellt - um einfach mal zu sehen, wie es ist - eine Webseite zu erstellen und zu veröffentlichen. War mein erster Versuch.
Aber was hat das mit dem Thema zu tun?

Kommentiert von: Thomas Winkler | 28.12.2006 17:33:01

hat sogar indirekt was mit dem thema zu tun. mit deinem.
und zwar, dass microsofts versuche ein monopol (mehrere) zu schaffen niemals funktionieren werden. hmn. moment mal.
ich kann mich taeuschen, aber mir ist so als haette das microsoft par excellence schon ettliche male geschafft und darueber hinaus halten sie erfolgreich das monopol in diversen maerkten.
aber eventuell seh ich das falsch, wer weiss.

Kommentiert von: veto | 28.12.2006 18:35:00

Ich freue mich schon heute auf das riesen Chaos das durch VISTA angerichtet wird. Ich werde bei xp bleiben und habe schon alle Systeme von MS mitgemacht. Jetzt treibt es Bill Gates auf die Spitze und Hochmut kommt vor dem Fall. Jetzt ist er total größenwahnsinnig geworden. Thomas

Kommentiert von: Thomas McVay | 29.12.2006 17:42:54

laber..laber.. mein letztes Windows.. jaja, hab das schon viele rufen hören seit Win ME.

und wieder wird MS irgendwie einlenken und abschwächen.
Dann rufen alle, ah.. doch toll was MS so macht und sind wieder beim selben Mist wie zuvor Punkt

Kommentiert von: muhhh | 29.12.2006 18:09:32

Klar wird MS einlenken - wenn wir durch unser Kundenverhalten sie dazu zwingen, indem wir für diesen Müll nicht bezahlen.
Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Kaufverhalten ist immer auch was Politisches.

Und die vielen Anbieter von Experten-SW für MS-BS haben auch noch ein Wörtchen mitzureden. Wo kommen wir den z.B. hin, wenn ein in eine SW eingebauter Texteditor nicht mehr funktioniert, weil MS nur MS-Word zulässt?

Und wer hat hier jemals gesagt, dass alles was MS macht, toll sei? War doch noch nie so. Ist aber nunmal das am weitesten verbreitete BS und es gibt einfach ganz viel SW, die drauf läuft. Da hilft kein jammern, weil Alternativen fehlen.

Kommentiert von: Frau Merkwürden | 02.01.2007 10:45:25

Der Nutzer bekommt das Notebook mit Vista und installiert dann mal schnell XP? Oder gar 2000 oder Linux? Das glaube ich nicht. Ich hatte schon immense Probleme 2000 auf ein XP-Vaio zu spielen, der normale User ist schon mit der Recovery-DVD überfordert. M$ wird Vista verschenken wenn es notwendig ist und die Konsumenten werden sich über die 3D-Fenster freuen.

Das ist jetzt schon ein Fall für den Verbraucherschutz - zurücklehnen ist nicht angebracht.

Kommentiert von: Problem | 02.01.2007 12:28:59

Mmmh. Also das mit dem Scheitern von Vista sehe ich ein bißchen anders.

Vista wird sich sicherlich nicht aufgrund seiner Features oder sonstiger Vorteile durchsetzen. Wohl aber, weil die Zeit für Vista spricht: Zum einen wird spätestens die übernächste Hardware-Generation nur noch eingeschränkt, möglicherweise gar nicht mehr unter anderen Windows-Versionen laufen. Zum anderen wird MS den Support für XP ziemlich schnell einstellen. Zwar wird ein XP-SP2-System auch in 2010 noch laufen, aber in 2015 dürfte da nix mehr gehen.

Der Mac als Alternative? Nö. Ist zwar der bessere PC, aber dahinter steht auch eben nur eine einzige Company - ein noch viel hegemonielleres Konstrukt als die WinPC-Welt.

Also Linux. Nur: wenn die Hardware-Hersteller Umsätze und Gewinne (und nicht nur einen guten Ruf in der Community) erarbeiten wollen, werden sie auf Vista (und die mutmaßlich noch schauerlicheren Nachfolger) niemals verzichten. Und somit dürfte Linux die Außenseiter-Rolle behalten.

Und die Politik? Angesichts der aktuellen Urheberrechtsschutzdebatten sehe ich hier eine vergleichbare Mentalität wie bei der Microsoft-Hollywood-Gang. Solange der Staat durch MS besser in die Lage versetzt wird, Privat-PCs auszuspionieren, dürfte die Unterstützung der Politik für eine Strategie à la "nicht der Anwender des PC bestimmt, sondern Staat und Rechteinhaber" gewiß sein.

Bleibt als einziger Lichtblick unsere Rechtsprechung. Doch auch die wird schnell genug an die Kandarre gelegt - da werden neue Gesetze schon für sorgen. Und da die Hollywood-Industrie kein Monopol, sondern ein Oligopol ist, wird sich auch kaum etwas finden, was eine Monopolkommission verbieten dürfte.

Ich sehe somit nichts, was die MSHW-Pläne aufhält. Leider...

Kommentiert von: tho_schmitz | 03.01.2007 10:56:03

Ein großes Problem an der ganzen Windows-Geschichte sind seit jeher die Zwänge, die damit einher gehen. Sowohl im privaten Haushalt, als auch in Firmen kommt es seit einigen Jahren schön regelmäßig zum Aufstöhnen, weil jedesmal wenn eine neue Generation von Windows das Licht der Welt erblickt der Support für die vorherigen Versionen gestrichen wird - ich erinnere mich da an eine tolle Geschichte, die bei uns in der Firma rumging.
µ$ hat durch ihre offizielle Vetretung in Deutschland in der Firma angerufen (ich glaube es wahr 2004) und hat eine Firmenbegehung und Zugriff auf sämtliche Rechner verlangt, da es ja unmöglich ist, dass eine Firma weiterhin mit Win NT 4.0 arbeitet und nicht mit der Server-Edition von 2k3.
Nun ja - probieren kann mans ja mal so an Forschungsdaten zu gelangen....

Ein weiterer "Geniestreich" sind nun die oben erwähnten Vermietungen und Abschaltpatches - µ$s Weg zur Weltherrschaft?
Um auch wirklich zu gewährleisten, dass sich ein Großteil der privaten Nutzer auch brav zum Wechsel von XP auf Vista entscheidet wird gleich zum nächsten Kniff gegriffen. Wo trifft man die Privatnutzer am meisten? Natürlich bei den Multimedia-Anwendungen und ganz besonders bei Spielen. Das trifft sich ja prima, denkt sich µ$ und entwickelt DirectX10 - welches in allen neuen Spielen verwandt werden muss und auf das Vista das Monopol hat.
Man wird also wie damals bei '95 dazu gezwungen sein System zu wechseln, wenn man weiter den neusten Versionen seiner Programme und Spiele fröhnen will.
Bei Vista kommt ja netterweise dazu, dass viele User nicht nur wegen der Programme, etc. auf Vista umsteigen müssten, sondern auch gleich noch ihren Rechner großzügig aufrüsten müssen, da die meisten momentan auf dem Markt erhältlichen Systeme nicht wirklich DirectX10 kompatibel sind. (Gut, zumindest für Schreibprogramme und ähnliches gilt dies erstmal nur unter Einschränkungen, da die nette glassy-Oberfläche ja deaktivierbar ist und Programme wie Word, etc zum Glück immer noch kein DirectX benötigen. Wobei ich immer noch auf die Zeit warte, in der DirectX und Flash für Office benötigt wird....)

Meiner Meinung nach geben die neuen eingebauten "Features" von Vista aber einen ausgezeichneten Warnschuss ab. Um der totalen Kontrolle zu entgehen und µ$ mal wieder dazu zu bringen Systeme zu entwickeln, die das bieten, was sich die Endnutzer erwünschen und die nicht nur dazu da sind um die Machmonopolo einiger Unternehmen zu festigen, sollte man sich doch mal einige alternativen anschauen.
Linux-Distributionen werden immer benutzerfreundlicher und die etwas komplizierteren Dinge hat man nach gewisser Zeit auch vestanden. Jedes System benötigt eben etwas Zeit zur Einarbeitung, das eine mehr, das andere weniger und einige sind den Aufwand wirklich wert.

Auf meinem Rechner läuft nun seit einigen Monaten Linux und ich bin sehr zufrieden mit. Das einzige, was noch ein wenig an mir knabbert sind meine guten alten Bekannten, die Spiele, die dort ja bekanntlich nicht so gut laufen. Doch hierfür gibts ja WINE (wenn auch nicht für alles). Ansonsten wird einfach mal ein bischen weniger gespielt...

Und wer weiss, wenn wirklich mal genug Leute "nein" zur Firmenpolitik und den Produkten von µ$ sagen, werden Programme und Spiele auch wieder vermehrt für andere Systeme angeboten. Für die Nutzer kann das nur von Vorteil sein.

Im Endeffekt muss sich jeder aber selbst entscheiden, ob er das Spiel von µ$ mitspielt oder nicht - leider merken viele erst weit nach Abschluss des Kaufvertrages, was wirklich alles in den Nutzerbedingungen steht.

Kommentiert von: Snowwolf | 21.01.2007 04:01:14

Ich besitze schon seit den frühen 80ern einen Computer und hab im Prinzip alles miterlebt was es von 8Bit bis heute gegeben hat.

Aber eines ist für mich Fakt.

Wenn ich auch jeden Quatsch bis jetzt mitgemacht habe...
Mit VISTA ist jetzt Ende der Fahnenstange.

Je nach der weiteren Entwicklung heißt es für mich dann XP oder Linux.

Scheiss auf HD und den Vista Mist.

Meine Oma hat schon damals gesagt.."Wehret den Anfängen !"

Mein Gott...Sie hatt immer noch recht...


MfG

Kommentiert von: Seopa | 03.03.2007 18:58:14

Hallo,
ich denke, Microsoft hat sich mit Vista ein richtiges Eigentor geschossen. Die Absatzzahlen sind sehr verhalten (im Gegensatz zu damalig XP). Grosse Soft- und Hardware-Anbieter stellen sich nur zögernd auf Vista ein.
Viele Kunden und Fachhändler sind über Vista verärgert.
So, wie Vista auf den Markt gekommen ist (von MS und Co) ja beabsichtigt, wird es nur die User zu alternativen Betriebssystemen treiben.
Naja...unsere Regierung wird´s ja freuen..die Überwachungsfeatures sind ja schließlich schon eingebaut ;-)

Kommentiert von: mathias | 22.03.2007 18:27:00

Das Vista nur bis 2012 und XP bis 2014 supported wird sagt doch schon alles.Vista ist ein Schuss in den Ofen und wird es bleiben.
Persönlich halte ich auch nicht viel davon und meine Kunden kaufen auch lieber XP zu Ihren PC und Laptops als Vista. Und viele kommen auch und wollen XP auf Ihren, dann ehemals, Vista PC oder Laptop.

Never change a running system.

Nur weil was im "Trend" liegt oder die Werbung sagt es sei "In" oder "Out" gibt es dumme Leute die diesem Ruf immer folgen werden. Andere sind ruhig und schwimmen gegen den medialen Strom.

Kommentiert von: Markus | 31.07.2007 11:15:45

Ach jungs....
Natürlich ist Vista scheisse. Aber mal ehrlich gesagt - ist XP das nicht auch?
Ich bin vor einigen Jahren auf Mac umgestiegen. Und einer der glücklichsten Computeruser auf dieser Welt.
Und mal ernsthaft: Gibt es einen, nur einen sinnvollen Grund, sich NICHT einen Mac zu kaufen? Erst recht, wo die Dinger doch mittlerweile Intel-Chips besitzen und man Windows einfach als Zweitsoftware auf einer Festplattenpartition installieren kann. Wer sich nicht gerade einen MacMini kauft, hat auch ausreichend Grafik-Power zum zocken.

Und Vista? Nunja. was soll ich mit einem BS, das bei Veröffentlichung schon mehr als 5 Jahre alt ist? Denn nichts anderes ist Vista! Das gleiche, nur in besser, sauberer und sicherer gibt es von Apple seit Jahren und nennt sich OS X. Glossy-Fenster und 3-D ... Irre! Ich kipp um! Hab ich ja noch niiiiieeeee gesehen.

Aber wartet! Das beste kommt ja noch! Apple bringt im Oktober das neue OS X (10.5) Leopard raus. Und was ist dann mit MS? Naja - die dürften dann der aktuellen Softwareentwicklung wieder um 5-6 Jahre hinterher hinken.
Ist doch schon unglaublich, dass der weltgrösste Softwarekonzern nicht in der Lage ist, ein zeitgemässes, Userfreundliches und vor allem funktionierendes Betriebssystem zu bauen.

Kommentiert von: Marcel Dembert | 15.09.2007 18:41:41

Mit Windows Vista hat es Microsoft wieder einmal geschafft. Ob man auf Dauer an Vista vorbei kommt, hängt auch mit dem Support und dem Angebot zusätzlicher Module (wie z.B. DX10)zusammen. Letzteres erhält man bisher nur für Vista und so wird irgendwann ein Wechsel Pflicht. Dabei wird MS von den Herstellern der Spiele eher unterstützt. Sie profitieren ja auch von den Hardcore-Kopierschutzmaßnahmen. Da Heute eigentlich alle Systeme mit Vista ausgeliefert werden, ist das Resultat doch klar. Microsoft wird Vista dort platzieren, wo sie es am besten können: "Bei den Laien der Computerwelt". Vorwiegend Neukunden, die einen Computer nutzen wollen, haben eben noch keine Ahnung was sie sich damit antun. Auch Multimediale Inhalte werden eingefrohren, wenn man kein Vista nutzt. Für einen Laien klingt das so, als könne Vista einfach mehr als z.B. XP! Und genau so wird es von MS formuliert. Auf den meisten Rechnern läuft Vista aber verhälnissmäßig gut. Welcher Laie soll sich also darüber beklagen?

Den Fehler haben wir aber wohl alle gemacht. Sammelklagen von Usern gab es schließlich kaum gegen MS. Meist war der Verfassungsschutz oder das Kartellamt in Zugzwang, um die Rechte der Bürger vor Bill's miesen Tricks zu schützen. Wir haben uns alle immer nur gefreut, wenn MS dann doch einmal eine Klage verloren hat. Wenn jeder MS Kunde sich über Vista beschwert, sind Heute schon die MS-Supportserver überlastet, weil es eben doch verkauft wird... in MASSEN verkauft wird!

Zum guten Schluss noch eines! Würden wir es denn anders machen? Würden wir dem Kunden ein freies, völlig autark laufendes Betriebssystem anbieten, wenn wir die Möglichkeit hätten, den Markt zu kontrollieren? Ich habe kürzlich meine Winterreifen bei einem Auktionshaus versteigert und vergessen, mich nach dem Verkaufspreis zu erkundigen. Ich konnte mein Angebot nun nicht zurückziehen und habe ein sehr schlechtes Geschäft gemacht. Zu meiner Überraschung ;-) bestand der Käufer natürlich auf die Winterräder zum Preis von 1,50€.
Sein gutes Recht, auch wenn man Ihm eine gewisse Menge an Unmenschlichkeit und Unverständnis vorwerfen könnte, hat es ihm keine Gewissenbisse bereitet. Wenn ein Einzelner seine Interessen über die eines anderen stellt, und sei es auch zu dessen Nachteil oder Schaden, warum sollte es dann MS tun? Wir sind eben alle auf Gewinnmaximierung und Kapitalismus getrimmt und weichen auch keinen Schritt zur Seite. Nur weil wir einem Penner einen Euro in den Hut werfen, werden wir auch nicht zu einem besseren Menschen.

Wir sollten also auch darüber Nachdenken, ob wir nicht selber eine Mitschuld an solchen Geschäftsideen wie die von MS haben. Denn eines ist doch sicher, auch bei MS arbeiten Menschen. Wir führen uns den Schaden also auch selber zu, ganz so wie ich in meiner missglückten Auktion.

Kommentiert von: BadB | 19.01.2008 10:43:17

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