Wie verändert sich das Einkommen eines Maklers?

Weitere Beiträge14. Jan. 2021·6 Min. Lesezeit

Das Einkommen im Maklerberuf schwankt stärker als in den meisten anderen Dienstleistungsberufen. Es hängt an Marktzyklen, an der Provisionsregelung und zunehmend an der Frage, welche Teile der Arbeit digital erledigt werden.

Gastbeitrag. Dieser Text stammt von einem externen Autor und enthält einen Verweis auf dessen Angebot. Er gibt nicht die Auffassung der Redaktion wieder. Mehr zur Finanzierung dieser Seite steht unter Über uns.

Maklerinnen und Makler arbeiten überwiegend erfolgsabhängig. Bezahlt wird nicht die Tätigkeit, sondern der Abschluss. Daraus folgt eine Einkommensstruktur, die sich von Festgehältern grundlegend unterscheidet: Wenige große Abschlüsse können ein Jahr tragen, ein zäher Markt kann es leeren.

Die Provisionsregelung

Der wichtigste Einschnitt der jüngeren Vergangenheit war die gesetzliche Neuregelung der Maklerprovision beim Verkauf von Wohnimmobilien an Verbraucher. Seither muss die Provision zwischen Käufer und Verkäufer geteilt werden, wenn der Makler für beide Seiten tätig wird. Für die Praxis heißt das: Die Gesamtprovision ist verhandelbarer geworden, und die Begründung der eigenen Leistung gegenüber dem Auftraggeber gewinnt an Gewicht.

Marktzyklen

Das Einkommen folgt zwei Größen, die nicht gleich laufen: dem Preisniveau und der Zahl der Transaktionen. In Phasen stark steigender Preise bei gleichzeitig sinkender Verkaufsbereitschaft kann die Provision pro Abschluss steigen, während die Zahl der Abschlüsse fällt. Steigen die Finanzierungszinsen, brechen häufig beide Größen zugleich ein.

Was den Unterschied macht

Einordnung

Das Berufsbild verschiebt sich von der Vermittlung zur Beratung. Reine Weitergabe von Objektdaten hat durch Portale ihren Wert verloren; Bewertung, rechtliche Begleitung und Verhandlungsführung nicht. Wer diese Verschiebung mitgeht, arbeitet stabiler, wer sie ignoriert, spürt jeden Marktzyklus in voller Härte.